Auf Anordnung der Regierung entfernt Apple in Großbritannien einen der wichtigsten Verschlüsselungsmechanismen für Cloud-Datenspeicher. Die Labour-Regierung unter Premierminister Keir Starmer hatte den Tech-Konzern im Januar angewiesen, eine Hintertür für den Zugriff auf Nutzerdaten einzubauen, wie das Fachmagazin Bloomberg berichtete.
Konkret geht es um die Advanced Data Protection (ADP). Laut einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung von Apple fällt damit die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Vereinigten Königreich weg. Diese war vor allem für den Schutz des Apple-eigenen Online-Speichers „iCloud“ genutzt worden und hatte einen zusätzlichen Schutz von Backups eines Gerätes, aber beispielsweise auch von Text- und Sprachnachrichten oder Fotos geboten. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von konkreten Applikationen wie iMessage und FaceTime bleibt jedoch bestehen, die Änderungen betreffen vor allem Backups.
Allerdings wollte Apple der Anordnung der Regierung nicht einfach nachkommen. Statt tatsächlich eine Hintertür für den Zugriff auf Nutzerdaten einzubauen, schafft das Unternehmen zunächst die ADP ab – was dennoch einen großen Einschnitt darstellt. Für bereits bestehende iCloud-Konten bedeutet das, dass die Nutzer die ADP manuell ausschalten müssen, um das Konto zu behalten. Es sei nicht möglich, die Sicherheitsmaßnahme zentral und ohne Einwilligung der Nutzer zu deaktivieren, so Apple.
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