Fünf Menschen sterben, als ein Auto über den Magdeburger Weihnachtsmarkt rast. Der Täter: Taleb al-Abdulmohsen, ein 50-jähriger Mann aus Saudi-Arabien. Was sich in den Jahren und Monaten vor der Tat abzeichnet, ist eklatantes Versagen der deutschen Behörden. In zahlreichen Tweets kündigte er Gewalt an.
Bereits im Mai 2023 schrieb er an Bundesinnenministerin Nancy Faeser: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich in diesem Jahr sterbe, um Gerechtigkeit zu schaffen.“ Doch trotz der offensichtlichen Gefahr reagierten die Behörden kaum. Zwar gab es 2023 eine Gefährdungsbeurteilung durch das LKA Sachsen-Anhalt und das BKA, doch diese kam zum Schluss, dass von ihm „keine konkrete Gefahr“ ausgehe. Dennoch hatte die Polizei dem Täter bereits Monate vor der Tat eine schriftliche Gefährderansprache zukommen lassen. Über das entsprechende Dokument berichtet der MDR.
Kernstück des Dokuments ist der Verweis auf eine E-Mail von Taleb A. an die Kölner Staatsanwaltschaft. Darin schrieb er: „Daher habe ich kein schlechtes Gewissen für die Ereignisse die in den nächsten Tagen passieren werden (…).“ Diese Aussage, die von den Behörden als abstrakte Drohung interpretiert wurde, führte offenbar zur schriftlichen Gefährderansprache. In dieser wurde Taleb A. ermahnt: „Auch wenn Sie in diesem Fall keine konkreten Konsequenzen angedroht haben, werden Sie hiermit aufgefordert Schreiben in dieser Form zu unterlassen. Diese könnten unter Umständen strafrechtliche Konsequenzen mit sich ziehen“ heißt es in dem Dokument.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











