Der Gesetzlichen Krankenversicherung fehlen schon im kommenden Jahr mindestens 15 Milliarden Euro – 2030 werden es bereits mehr als 40 Milliarden Euro sein. Dass dringender Handlungsbedarf besteht, um einen finanziellen Kollaps der Gesundheitsversorgung in Deutschland zu verhindern, steht also außer Frage. Die Bundesregierung hat dafür die „Finanzkommission Gesundheit“ beauftragt, Sparvorschläge zu machen.
66 an der Zahl haben die Experten am Montag vorgelegt. Sie würden alle Beteiligten – Versicherte wie Leistungserbringer – gleichermaßen belasten. Doch auch der Steuerzahler soll zur Kasse gebeten werden. NIUS erklärt die sieben wichtigsten Vorschläge der Kommission, die entweder großes Einsparpotenzial haben oder politischen Zündstoff in sich tragen – oder gleich beides:
Das wohl offensichtlichste Thema sind die Krankenkassenleistungen für Bürgergeld-Empfänger, die zu einem Großteil von den Versicherten getragen werden. Der Bund zahlt pro Bürgergeld-Empfänger nur 140 Euro an die Kasse – die realen Kosten liegen im Durchschnitt jedoch deutlich höher, was ein Loch von mehr als 10 Milliarden Euro in die Kassen reißt.
Die Beitragszahler finanzieren derzeit mehr als 10 Milliarden Euro jährlich für Bürgergeld-Empfänger.
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