Der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, hat in einem Interview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) die Ablehnung der AfD bekräftigt. Demnach werde die bereits in der Vergangenheit etablierte Kampagne „Herz statt Hetze“ im Kontext der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aufrechterhalten. AfD-Mitglieder dürfen aus diesem Grund keine offiziellen Ämter in der EKM übernehmen. Einen pauschalen Ausschluss von AfD-Wählern lehnt er jedoch ab.
Kramer rechtfertigt seine ablehnende Haltung mit einer von ihm behaupteten Unvereinbarkeit der AfD mit christlichen Prinzipien. „Eine Partei, die generell Fremde unter Verdacht stellt und den Fremden nicht freundlich, sondern fremdenfeindlich begegnet, die kann sich nicht auf Jesus Christus berufen“, sagte er.
Gerade der von der Partei vertretene Nationalismus sei mit dem Neuen Testament unvereinbar. „Dieses ewige Egoistische, Bösartige, Rechthaberische verkrümmt ja die Menschen. Macht sie selbst hässlich, aggressiv, wütend“, sagte er weiter. Die Menschen sollten sich mit Verweis auf Psalm 37 nicht beschweren, sondern stattdessen Ruhe bewahren.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











