Ein Mann hat am vergangenen Samstag in Barcelona eine Frau auf offener Straße niedergestochen. Die Tat ereignete sich in einem ruhigen und wohlhabenden Vorort südwestlich der Stadt (Apollo News berichtete). Jetzt ist klar: Bei dem Täter soll es sich um den 37-jährigen Marokkaner Lahcen Benali handeln, wie das spanische ElCaso berichtet. Der Mann soll demnach bereits 2022 in eine psychiatrische Klinik eingeliefert worden sein, nachdem er in Burgos festgenommen worden war. Damals hatte er Polizisten wahllos angegriffen und islamistische Parolen gerufen.
Damals stellte die Polizei trotz der auffälligen Rufe keinen Zusammenhang mit dem Dschihadismus, einem Radikalisierungsprozess oder einer Rekrutierung durch radikale Islamisten her. Der Mann soll am Samstag gegen elf Uhr mitten in der Calle Joan Miró im Wohnviertel Finestrelles am helllichten Tag sein Opfer mit einem großen Messer bestialisch attackiert haben. Die Frau erlitt Stiche in Hals, Brust und Bauch, bevor er ihr die Kehle durchschnitt und sie tötete. Als die Rettungssanitäter des katalanischen Rettungsdienstes SEM eintrafen, konnten sie das Leben der jungen Frau nicht mehr retten. Die Brutalität des Angriffs schockiert: Es gab wohl keinen Streit, keinen Konflikt, keine erkennbare Verbindung zwischen Täter und Opfer.
Brisant sind Aussagen mehrerer Zeugen, die inzwischen von mehreren spanischen Medien aufgegriffen wurden. So soll der Angreifer während seiner Schreckenstat den Namen „Allah“ gerufen haben. Das berichtet unter anderem die Zeitung El Mundo. Die Polizei kommentiert diese Berichte nicht. Die Ermittlungen laufen unter Verschluss, das Motiv ist offiziell weiterhin offen. Wegen eines Terroranschlags ermitteln die Behörden indes nicht. Dass es ein Zufallsmord war, ist indes wahrscheinlicher – die Behörden fokussieren sich in ihren Ermittlungen auf die Annahme, es handle sich um eine Zufallstat.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











