„Wir leben mietfrei in Julian Reichelts Kopf“, erklärt eine Gruppe namens „Edelweissnetzwerk“. Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Denn zu dieser seltsamen Organisation hatte der Nius-Chef in mehreren Monaten genau zweimal etwas gesagt.
Dabei tut das Edelweissnetzwerk viel, um in Reichelts Kopf zu kommen. „Das ist kein Chefredakteur, das ist ein geistig zurückgebliebener Menschenfeind“ – dieser Satz fuhr vor wenigen Wochen auf einer großen Bildschirmwand rund um den Reichstag. Ein auf Reichelt gemünzter User-Kommentar von der Website Nius, wie es heißt. Die Reaktion von Reichelt: gleich null.
Viel Lärm, aber kaum ein öffentliches Echo – das ist bisher das traurige Schicksal des Edelweissnetzwerks. Los ging es damit, dass es auf Instagram groß verkündete: „Bei 30k Followern geht es los“. Aber diese 30.000 Abonnenten erreichte man über rund vier Monate einfach nicht. Also verabschiedete man sich still und heimlich von der eigenen Zielmarke und legte trotzdem los. Aber womit genau?
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