Harte Landung in der Realpolitik:
Der Washington-Gipfel und der geopolitische Abstieg EU-Europas

vor 11 Monaten

Harte Landung in der Realpolitik:
Der Washington-Gipfel und der geopolitische Abstieg EU-Europas
Bildquelle: Deutschland Kurier

Binnen weniger Wochen soll ein Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Russlands, der Ukraine und der USA stattfinden. Das ist eines der Ergebnisse der Gespräche im Weißen Haus, zu denen Kiews Selenskyj, fünf EU-Staats- und Regierungschefs sowie Nato-Generalsekretär Rutte und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gleich in Mannschaftsstärke bei Donald Trump angetreten waren.

Wo immer dieses Gipfeltreffen stattfinden wird – die EU-Europäer werden nicht dabei sein, diesmal vermutlich nicht einmal am Katzentisch so wie an diesem 18. August. „Historisch“ war dieses Zusammentreffen in der Tat, das zumindest stimmt an der Beurteilung durch Bundeskanzler Friedrich Merz.

Die nachgerade brutale Deutlichkeit, mit der den EU-Gewaltigen ihre zu Statisten geschrumpfte Rolle in der Weltpolitik deutlich gemacht wurde, ist allerdings historisch. Daran ändern auch die nachträglichen Beschönigungen in der eigenen Presse wenig.

Die deutsche Presse mag den Kanzler für seinen „Mut“ loben, noch einmal vom „Waffenstillstand“ als Vorbedingung für Friedensverhandlungen anzufangen, obwohl dieses Thema bereits auf dem Alaska-Gipfel erledigt worden war: Russland hat kein Interesse an Hinhaltemanövern wie dem im nachhinein als Farce entlarvten „Minsk-Prozess“.

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