„Wohin führt der neue Krieg im Iran?“, fragt Louis Klamroth seine Gäste bei hart aber fair. Nach langer Pause darf er seit der vergangenen Woche wieder in der ARD seine Talkshow abhalten. Die Iraner jubeln, berichten die ARD-Journalistin mit iranischen Wurzeln Isabel Schayani und die Iranerin Daniela Sepehri, Journalistin und Social-Media-Beraterin. Doch zeigen kann die ARD das nicht, denn sie hat zwar Bildmaterial, darf dieses aber nur im Fernsehen, nicht im Internet zeigen.
Die anwesenden Iranerinnen selbst hoffen auf die Befreiung. Historiker Michael Wolfssohn zeigt sich vorsichtiger: Die Minderheiten der Azeris und der Kurden könnten diese Gelegenheit nutzen, um nach Autonomie zu streben; eine Destabilisierung der Region wäre die Folge. Aber diese Bedenken darf er nur kurz ansprechen, bevor Klamroth ihn abbügelt. Nichts darf den Optimismus stören. Der Hydra hat man den Kopf abgeschlagen – den Obersten Führer des Iran und weitere Führungspersönlichkeiten getötet. Doch offensichtlich agiert die iranische Hydra mit einem Kopf weniger immer noch wirkungsvoll: in den vergangenen zwei Tagen wurden mehrere Militärbasen der USA im Nahen Osten angegriffen. Auch ein britischer Militärstützpunkt auf dem europäischen Teil Zyperns wurde attackiert.
Im und um den Persischen Golf sitzen nach den Angriffen um die 30.000 Deutsche fest. Obwohl die Vereinigten Arabischen Emirate keine offizielle amerikanische Militärbasis haben, stellen sie wichtige Infrastruktur für die US-Luftwaffe und -Marine im Nahen Osten.
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