Der Batteriehersteller Northvolt hat in seiner schwedischen Heimat Insolvenz angemeldet, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Konzern ist hoch verschuldet und musste bereits im vergangenen November Insolvenz in den USA (mehr dazu hier) anmelden – nun steht das Unternehmen wohl endgültig vor dem Aus. Als Begründung für die Insolvenz gab das Unternehmen steigende Kosten, „geopolitische Instabilität“ und Lieferkettenprobleme an.
Der europäische Batteriehersteller war der Hoffnungsträger vieler linker Politiker für die forcierte Verkehrswende. Northvolt sollte die Autohersteller mit Batterien für Elektrofahrzeuge versorgen und gleichzeitig „grüne“ Arbeitsplätze schaffen. Insbesondere Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck setzte auf den Hersteller.
Northvolt sollte eigentlich ein eigenes Werk in Schleswig-Holstein errichten. Dafür erhielt das Unternehmen Subventionen in Höhe von 700 Millionen Euro. Habeck stellte sich auch öffentlich enthusiastisch hinter das Projekt. „Die Industriestrategie geht auf“, lobte sich der Grünen-Politiker damals beim NDR für den Bau des Werkes. Beim ersten Spatenstich des Werks kamen Habeck und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sogar persönlich vorbei.
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