Die Energiewende führt im Stromsektor dazu, dass der Strom nicht mehr dann erzeugt wird, wenn er auch verbraucht wird. Er ist schlichtweg vom Wetter abhängig. Das ist auch Wirtschaftsminister Habeck bekannt. Daher arbeitet Habeck aktiv daran, dass die Verbraucher sich nach dem Wetter richten und dann den Strom verbrauchen, wenn Wind und Sonne diesen zur Verfügung stellen. Eine komplette Umkremplung der bisherigen Versorgungssituation in Deutschland.
Seine Lösung: Die Preise sollen sich am aktuellen Stromangebot orientieren, sogenannte dynamische Stromtarife. Dynamische Stromtarife sind die wohl größte Neuerung im deutschen Strommarkt. Aufgrund von genauem zeitlichen Tracking des Stromverbrauchs kann der Kunde seinen Strom direkt zum Preis an der Strombörse kaufen. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht nicht unvernünftig, aber seit der Energiewende ist der Strompreis an der Strombörse von Wind und Sonne abhängig.
Für die von Habeck vorangetriebene Energiewende sind dynamische Stromtarife ein wichtiger Baustein. Verbraucher mit einem dynamischen Stromtarif beachten genau, wann sie Strom verbrauchen, und verlagern den Stromverbrauch in die Stunden, in denen die Sonne scheint oder der Wind weht, und unterlassen unnötigen Stromverbrauch in Zeiten von Dunkelflauten. So kann es zu einer besseren Steuerung des Verbrauchs in einem Markt kommen, in dem sich das Angebot nicht nach der Nachfrage richten kann. Zu Lasten der Verbraucher, die sich dann von dem Standard einer immer verfügbaren und bezahlbaren Energieversorgung verabschieden müssen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











