In der Silvesternacht ist in Frankfurt am Main ein Rettungswagen von einer aggressiven Gruppe mit einem Messer überfallen worden. Die Männer versperrten die Durchfahrt des Rettungsfahrzeugs während eines Einsatzes und griffen den Wagen an, Teile der Karosserie wurden dabei abgerissen. Als einer der Sanitäter aus dem Fahrzeug ausstieg, trat einer der Männer ihm unvermittelt in den Rücken, worauf der Mann zu Boden ging. Er musste schließlich im Krankenhaus behandelt werden.
Einer der mutmaßlichen Täter soll dann vor dem niedergeschlagenen Mann mit einem Messer hantiert haben. Anschließend soll sich die Gruppe Zutritt zum Behandlungsraum des Fahrzeugs verschafft haben und eine bewusstlose Frau auf der Liege platziert haben. Die Männer forderten, dass die Rettungskräfte die Frau ins Krankenhaus bringen, was sie schließlich auch taten – nicht jedoch, bevor die gewalttätige Gruppe den Wagen erneut attackierte, diesmal mit Feuerwerkskörpern.
Insgesamt wurden in der Silvesternacht allein in Frankfurt 73 Personen vorläufig festgenommen, elf Polizisten wurden bei Einsätzen verletzt. Insgesamt 269 Mal mussten Rettungsdienste ausrücken. Laut Angaben der Frankfurter Branddirektion wurden in der Nacht 166 Brände gelöscht, darunter vier Balkonbrände. Dennoch sprach die Frankfurter Polizei im Gespräch mit t-online von einem „recht ruhigen Verlauf“.
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