Grüner Stahl aus Europa: Umweltminister Schneider fordert mehr „Standort-Patriotismus“ von deutschen Autoherstellern

vor 5 Monaten

Grüner Stahl aus Europa: Umweltminister Schneider fordert mehr „Standort-Patriotismus“ von deutschen Autoherstellern
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Umweltminister Carsten Schneider fordert mehr „Standort-Patriotismus“ von deutschen Autoherstellern. Sie sollen bei der Produktion mehr auf grünen Stahl setzen, der in Deutschland produziert wurde, und mehr E-Autos produzieren. Mit seiner Forderung nach mehr grünem Stahl befindet sich der SPD-Politiker auf EU-Linie. „Deutschland braucht eine eigene Stahlproduktion, um unabhängig und stark zu bleiben. Darum bleibt staatliche Förderung wichtig“, sagt er im Interview mit der Frankfurter Rundschau am Samstag.

Europäische Unternehmen sollten vorrangig in Europa einkaufen. Er sei kein Fan davon, die Stahlproduktion in Länder mit günstigeren Energiekosten zu verlegen, wie beispielsweise Saudi-Arabien, und hier nur noch Produkte zu veredeln. „Wir brauchen zumindest einen gewissen Anteil aller Produktionsschritte bei uns. Darum bin ich für Leitmärkte für Stahl, der aus grünem Wasserstoff hergestellt ist.“ Es sei gut, dass die Deutsche Bahn für ihre Schienen nun grünen Stahl aus Europa verwenden wolle.

Das würde sich seiner Meinung nach auch für Autohersteller anbieten. Doch diese würden sich noch zurückhalten. Um das zu ändern, will er Anreize setzen: „Wer zum Beispiel nach 2035 noch Plug-in-Hybride auf den Markt bringen will, kann die Mehremissionen ausgleichen, indem er grünen Stahl in der Produktion verwendet. Das ist die deutsche Position, für die wir in Brüssel antreten.“ Das gefalle nicht jedem in der Branche. „Aber ein bisschen mehr Standort-Patriotismus können wir schon erwarten von den Konzernen.“

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