Mitglieder der Grünen Jugend sollen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer dazu gedrängt haben, die Wahlparty zu verlassen. Das teilte der Politiker gegenüber dem Spiegel mit. Er hatte 2023 nach Konflikten wegen Äußerungen die Partei der Grünen verlassen, steht mit Cem Özdemir aber weiter in freundschaftlichem Kontakt. Er begleitete ihn bei Wahlkampfauftritten und traute Özdemir und seine Frau im Februar im Tübinger Rathaus.
Kaum dass er das Foyer der Party betreten habe, sei er von zwei jungen Männern angeraunzt worden, die „ganz klar Grüne Jugend“ angehörten, so Palmer. „Mir wurde gesagt, dass ich Cem schade und wieder gehen soll.“ Er solle verschwinden, weil niemand ihn eingeladen habe. Zu dem Vorfall will sich der Landesverband der Grünen Jugend laut Spiegel nicht äußern. Doch der Sprecher machte auf der Feier ebenfalls kein Geheimnis aus seiner Abneigung. „Wir sehen ihn nicht in der Regierung“, sagte Jaron Immer über einen möglichen Ministerposten Palmers. Darüber bestehe in der Partei Einigkeit. „Außerdem wollen wir jetzt erst mal eine Debatte über Inhalte führen.“
Der Bürgermeister Ryyan Alshebl aus Ostelsheim bekam die Konfrontation zwischen Palmer und der Grünen Jugend mit und verteidigte ihn. „Es war kein freundliches Gespräch“, sagte er, und das habe nicht an Palmer gelegen. „Unglaublich, wie hier ein Gast behandelt wurde.“ Solch ein schlechtes Verhalten habe er zuletzt in der Grundschule erlebt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











