Wie muss man sich dieser Tage eine Themenkonferenz der Grünen vorstellen? Schließlich ist ihre Lage ernst: Die Regierung kriselt, trotzdem profitiert die zweitgrößte Oppositionspartei nicht davon. Ihr Thema Klimaschutz zieht nicht mehr. Auf Demos von Luisa Neubauer, der ältesten Schulschwänzerin der Welt, müssen die Veranstalter mittlerweile die Touristen und Straßenkehrer mitzählen, um noch auf dreistellige Teilnehmerzahlen zu kommen. In den aktuellen Debatten kommt die Partei auch nicht mehr vor.
Also muss es einen Gehirnsturm rund um die Vorsitzende Franziska Brantner gegeben haben. TE kennt den Inhalt exklusiv. Das grüne Anforderungsprofil lautete: Es muss etwas zur Generationengerechtigkeit sein, darüber diskutieren alle. Wir müssen aber auch betonen, dass wir zum Krieg bereit sind. Neuerdings. Allerdings trotzdem unser altes Image als Friedenspartei pflegen. Es muss die Gesellschaft stärken, darf aber kein Individuum verschrecken. Wie binden wir das alles zu einem Vorschlag zusammen, den unsere befreundeten Medien zitieren?
Brantners Vorschlag ist klug, wichtig und höchst praktikabel. Deutschland braucht dringend ein Register für Spannungsfall-Talente. Claudia R aus U zum Beispiel trägt sich zum einen mit der Fähigkeit ein, jederzeit substanzlose Vorschläge machen zu können. Zum anderen verfügt sie über die Erfahrung von über 40 Jahren grüner Parteitage: Die waren vor allem fürs Stricken gut. C. Roth muss demnach nur 27 gnadenlosen Selbstverliebtheiten zuhören, um in der Zeit einen Schal zu stricken. Damit schafft sie in jeder Rede von Robert Habeck und Annalena Baerbock im Schnitt dreieinhalb Schals. Oder heißt es Schale? Jedenfalls lehrt die deutsche Geschichte, wie wichtig warme Winterwäsche auf dem Weg nach Moskau ist.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











