Die britische Regierung will die übermäßige Überwachung von Meinungsäußerungen unterhalb der Strafbarkeitsschwelle beenden. Die Polizei soll sich wieder prioritär auf die Verfolgung von Straftaten konzentrieren.
Nachdem Polizeichefs eine Überprüfung der Verfolgung sogenannter NCHIs (nicht-strafbare Hassvorfälle) vorgenommen haben, will die britische Regierung neue Leitlinien beschließen. Solche Fälle werden behördlich erfasst, wenn die Polizei eine Meldung erhält, die nach Ansicht des Anrufers durch Feindseligkeit oder Vorurteile gegenüber Menschen mit bestimmten Merkmalen – etwa Herkunft oder Geschlecht – motiviert ist, aber unterhalb der Strafbarkeitsschwelle liegt.
Dies hat in der Praxis dazu geführt, dass alle möglichen Bagatellfälle in Polizeiregistern erfasst wurden, obwohl es sich eben nicht um „Hassverbrechen“, sondern um freie Meinungsäußerung handelte. Ursprünglich sollten sie den Behörden helfen, Informationen zu sammeln, um Straftaten zu verhindern und gefährdete Personen zu schützen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











