Die linke Labour-Regierung hat eine neue Regelung zur Verschärfung der Migrationspolitik verabschiedet, durch die illegale Flüchtlingsüberfahrten nach Großbritannien bekämpft werden sollen. Hintergrund ist der sich ausbreitende Unmut in der Bevölkerung über die Migrationspolitik und die dadurch steigende Zustimmung für die rechte Reform-Partei unter Nigel Farage.
Konkret sieht die neue Regelung, die seit Montag in Kraft ist, vor, dass den illegalen Migranten, die eine „gefährliche Reise“ unternommen haben und nach Großbritannien geschleust wurden, die Staatsbürgerschaft grundsätzlich verwehrt wird. Die Regelung schließt ebenfalls Menschen ein, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes am 10. Februar illegal nach Großbritannien eingereist sind. Dies sei „unabhängig davon, wie viel Zeit seit der illegalen Einreise vergangen ist“, erklärt die Labour-Regierung.
Allerdings scheinen nicht alle Labour-Abgeordneten die neue Regelung zu unterstützen. So behauptet die Abgeordnete Stella Creasy, Migranten würden dadurch zu „Bürgern zweiter Klasse“. Auch Menschenrechtsorganisationen, wie der Refugee Council, beklagen die neue Regelung. Dadurch könnten rund 71.000 Menschen von der Möglichkeit einer Einbürgerung ausgeschlossen werden, so die Organisation.
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