Die Grünen in Jena sind stolz auf ihr „Grünes Haus“. Ende der 1990er gründeten sie einen Verein, der den früheren Kindergarten im Schillergässchen 5 von der Stadt kaufte. Zur Eröffnungsfeier kam Joschka Fischer. Heute haben die Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt und der Kreisverband der Partei dort ihre Büros. Auf seiner Website erklärt der Verein Grünes Haus e. V., das Haus sei „etwas Besonderes“, es habe „eine einzigartige Vergangenheit und eine große Zukunft“. Etwas Besonderes ist das Haus in der Tat – denn es ist ein Ort, an dem das vermeintlich bürgerlich grün-linke Milieu der extremen Linken die Hand reicht.
Denn der Verein, der aufs Engste mit dem Kreisverband der Jenaer verwoben ist, stellt das „Grüne Haus“ nicht nur Organisationen wie Greenpeace oder NABU zu Verfügung – die auf der Internetseite offiziell als Mieter genannt werden –, sondern auch Gruppierungen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Am brisantesten: die „Rote Hilfe“.
„Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat bieten wir von 19 bis 21 Uhr eine Sprechstunde an – vorerst noch im Infoladen, Schillergäßchen 5“, heißt es auf der Internetseite rotehilfejena.noblogs.org. Auch in einem bundesweiten Magazin der Roten Hilfe wird das „Grüne Haus“ im Schillergässchen 5, genauer gesagt der „Infoladen Jena“, als Adresse angegeben. Die „Rote Hilfe“ berät und unterstützt linksextremistische Straftäter. Gewalt gegen Andersdenkende ist für sie ein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung.
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