Die Bundestagsfraktion der Grünen erhebt in einem neuen Antrag im Bundestag 24 Forderungen, die ein „vielfältiges muslimisches Leben in Deutschland“ sicherstellen sollen. Damit wollen sie der „viel zu geringen Repräsentation“ und der „fehlenden strukturellen Förderung“ des Islam entgegenwirken. Ihnen geht es nach eigener Aussage nicht nur um den Abbau von Diskriminierung, sondern um „eine echte Teilhabe“.
„Muslimisches Leben in Deutschland“ sei „Teil der gesellschaftlichen Realität“ und gleichzeitig „mit Stigmatisierung und Diskriminierung konfrontiert“, schreiben Lamya Kaddor, die innenpolitische Sprecherin der Grünen, und ihre Koautoren. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten den tief verankerten „antimuslimischen Rassismus“. Jede zweite Person in Deutschland stimme „muslimfeindlichen Aussagen“ zu.
Die Bundesregierung müsse daher die „strukturellen Herausforderungen“ anerkennen – darunter die „unzureichende institutionelle Anerkennung“ sowie „anhaltende Diskriminierung und Muslimfeindlichkeit“. So seien die Islamverbände einer „strukturellen Benachteiligung“ ausgesetzt, weil sie meist nicht als Körperschaften des öffentlichen Rechts wie die Kirchen anerkannt seien.
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