Grüne wollen Sanktionen für Bürgergeld-Empfänger mit Kindern streichen

vor 4 Monaten

Grüne wollen Sanktionen für Bürgergeld-Empfänger mit Kindern streichen
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Die Grünen wollen keine Bürgergeld-Empfänger mehr sanktionieren, wenn diese Kinder haben. Ihre Haltung begründen sie mit der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage ihrer Fraktion, wie Welt berichtet. Es gab im Jahr 2024 Sanktionen gegen 8.300 Haushalte, in denen Kinder leben. Im Schnitt leben zwei Kinder in der Familie. Denn es waren 16.800 Kinder von den Maßnahmen betroffen. Fraktionsvize Misbah Khan sprach deswegen von einem „Brandbeschleuniger für Kinderarmut“.

Gekürzt wurde das Bürgergeld im Durchschnitt um 63 Euro. Damit fiel die Kürzung etwas stärker aus als im Vorjahr. „Wenn Familien sanktioniert werden, tragen Kinder die Konsequenzen, obwohl sie keinerlei Verantwortung für die Situation ihrer Eltern tragen“, sagte Khan der dpa. Allerdings sind Kinder von den Sanktionen nicht betroffen, wie das Arbeitsministerium auf die Anfrage der Grünen klarstellte. Sie seien „umfassend geschützt“.

Denn die Sanktionen gelten nur für den Erwachsenen, der sich nicht an die Auflagen hält. Das Geld für die Kinder und eventuelle weitere Familienmitglieder werde vollständig ausgezahlt, so das Ministerium. Eine Anfrage von Welt zeigt außerdem, dass der Anteil der Kinder, die Bürgergeld bekommen und deren Eltern sanktioniert werden, gering ist. Mitte 2025 lebten 1,8 Millionen Minderjährige in Familien, die Bürgergeld beziehen.

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