Im zweiten Quartal 2025 musste Thyssenkrupp einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Wie das Unternehmen mitteilte, fiel der Erlös um fünf Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte drastisch ab – von 184 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nur noch 19 Millionen Euro.
Als Hauptursache für den deutlichen Rückgang nennt der Konzern insbesondere die Schwäche in der Stahlsparte. Die schleppende Nachfrage nach Stahlprodukten sowie Schwierigkeiten bei der Umsetzung der EU-Klimaziele belasten die Geschäftseinheit massiv. Auch die Handelsdivision Material Services sowie die Automobilzuliefersparte hatten mit einem herausfordernden Marktumfeld zu kämpfen. Lediglich der Bereich Marine Systems konnte leichte Zuwächse verzeichnen.
Unter dem Strich stand dennoch ein Gewinn von 155 Millionen Euro – deutlich mehr als im Vorjahr, als noch ein Verlust von 78 Millionen Euro verbucht worden war. Ausschlaggebend für das positive Nettoergebnis war allerdings vor allem ein Sondereffekt: der Verkauf des Geschäftsbereichs Thyssenkrupp Electrical Steel India. Bereits im Oktober 2024 hatte Thyssenkrupp diesen Teil des Unternehmens für 440 Millionen Euro an ein Konsortium aus thyssenkrupp Electrical Steel India Private Ltd., JSW Steel Limited und JFE Steel Corporation veräußert.
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