Der Grundstein für die heutige Kathedrale von Canterbury wurde bereits im Jahr 1070 gelegt – die Church of England hat sich nun, fast 1.000 Jahre später, dazu entschieden, die alten Wände der bedeutendsten Kirche Englands mit dutzenden Graffiti besprühen zu lassen. Die Ausstellung mit dem Titel „Hear us“ (zu Deutsch: „Hör uns“) besteht aus solchen Sprühaktionen, mitten auf den Wänden der hunderte Jahre alten Kathedrale.
Die Sprüche, wie „God, what happens when we die?“ (zu Deutsch: „Gott, was passiert, wenn wir sterben?“) oder „Is Illness sin?“ (zu Deutsch: „Ist Krankheit Sünde?“) sollen „marginalisierte Gruppen“ unterstützen, wie es von der Church of England dazu heißt.
Der Dekan von Canterbury, David Monteith, zeigte sich entzückt über den Stil der Kunst-Installation: „Es besteht eine Rohheit, die durch den Graffiti-Stil verstärkt wird – er wirkt disruptiv. Er ist ungefiltert und nicht beschönigt.“ Auch die Botschaft lobt Monteith: „Diese Ausstellung baut bewusst Brücken zwischen Kulturen, Stilen und Genres und ermöglicht es uns, die Gaben jüngerer Menschen zu empfangen, die viel zu sagen haben.“
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