In einem Gastbeitrag in der Welt verteidigt die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt das politische Engagement der Kirchen – und vergleicht das Tempolimit mit einem Gleichnis Jesu. Scharfe Kritik übt sie an der CDU/CSU-Fraktion, die kürzlich über 500 Kleine Anfragen zur Arbeit von NGO’s gestellt hatte. Göring-Eckardt sieht darin eine Strategie, „Nichtregierungsorganisationen zu verunsichern und ihre Glaubwürdigkeit infrage zu stellen“.
Kirchen hätten die Aufgabe, Orientierung zu geben, zu trösten, zu mahnen – und auch Missstände zu benennen. Diese Einmischung gehöre zur christlichen Tradition. Wörtlich schreibt sie: „Immer redete Jesus in Beispielen und Gleichnissen, in Übersetzungen von theoretischen Fragen in lebensnahe Situationen.“
In diesem Zusammenhang bringt sie auch das Tempolimit ins Spiel. „Ja, auch das mit dem Tempolimit ist natürlich eine Beispielerzählung, die für das Ganze stehen will“, so Göring-Eckardt. Kaum ein Gleichnis bringe „Lebensschutz (weniger Unfälle, weniger Tote) und Schöpfungsbewahrung (weniger CO2)“ so zusammen.
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