Gewalt werde durch alle „Schichten“ und „Kulturen“ ausgeübt – Hubig sieht das Problem bei Männern

vor 3 Monaten

Gewalt werde durch alle „Schichten“ und „Kulturen“ ausgeübt – Hubig sieht das Problem bei Männern
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Bundesjustizministerin Stefanie Hubig musste sich bei einer Fragerunde im Bundestag den Fragen der Abgeordneten stellen. Mit Blick auf den explodierenden Anstieg der Gewalt- und Vergewaltigungsverbrechen in den vergangenen Jahren, insbesondere gegen Frauen, sprach die SPD-Politikerin von einem Männerproblem – Gewalt gegen Frauen werde nämlich „durch alle Schichten, durch alle Kulturen“ ausgeübt.

Der AfD-Abgeordnete Tobias Peterka wollte wissen: Wenn bei der Ursachenanalyse außer dem Geschlecht nichts anderes herangezogen werden könne, wie erkläre sie sich dann den Anstieg der Gewalt durch Männer nach 2015? Hubig antwortete: „Es geht bei der Gewalt gegen Frauen um die Frage: Wer sind die Täter? Und die Täter sind eben zu 90 beziehungsweise 95 Prozent Männer.“

Daraufhin hakte ein anderer Bundestagsabgeordneter aus der AfD-Fraktion nach: Hubig würde wiederholt betonen, dass ein Anstieg der Sexualdelikte nicht mit dem kulturellen Hintergrund zu tun habe, und ob sie nicht selbst das Gefühl habe, mit dieser Haltung eine Mitschuld an der ausufernden Gewalt gegenüber Frauen zu tragen. Hubig wies diesen Vorwurf scharf zurück. Sie erklärte, es sei statistisch eindeutig, dass Gewalt gegen Frauen vor allem von Männern ausgehe. „Ich sage ihnen auch, die Gewalt gegen Frauen wird durch alle Schichten durch alle Kulturen und durch alle kulturellen Zusammenhänge ausgeübt“, so Hubig. „Und das ist der Befund, den es gibt und da gehören die einen wie die anderen mit dazu.“

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