Im Plettenberger Krankenhaus eskaliert die Gewalt gegen Pflegekräfte und Klinikpersonal offenbar immer häufiger. Besonders in der Notaufnahme wird die Lage für die Mitarbeiter zunehmend unerträglich. Eine Pflegekraft schildert ihren Alltag. Vor allem in der Notaufnahme gehören Beschimpfungen, Bedrohungen und körperliche Übergriffe inzwischen zum Alltag: „Du wirst beschimpft, bedroht, angespuckt oder sie werden sexuell übergriffig“, sagte eine betroffene Krankenschwester.
Eine Kollegin sei vor einigen Jahren „komplett verdroschen“ worden und habe das Krankenhaus später verlassen, weil die Angst vor einer Wiederholung zu groß gewesen sei. Seitdem habe sie eine Anstellung ohne Patientenkontakt gefunden. Sie berichtet zudem von sexuellen Übergriffen: „Sie packen Dir ans Gesäß, an die Brust oder auch zwischen die Beine.“
Patienten würden sofort behandelt werden wollen, obwohl in der Notaufnahme nach Dringlichkeit entschieden werde. Für Heller macht sich in der Klinik ein genereller Rückgang an Respekt und Achtung bemerkbar. Das sei früher anders gewesen: „Damals gab es noch keine Gewalt. Vielmehr gab es generell viel mehr Respekt.“
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