Nach Angaben des Innenministeriums sind mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen in Nah- und Regionalverkehrszügen Ausländer. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Maximilian Kneller hervor, die Tichys Einblick (TE) exklusiv vorliegt. Die Zahlen basieren auf der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei (PES).
Demnach wurden im vergangenen Jahr 1.192 Gewaltdelikte gegenüber Mitarbeitern in Regional- und Nahverkehrszügen offiziell registriert. In 289 Fällen blieb die Identität des Tatverdächtigen unbekannt. In 51 Prozent der Fälle, in denen ein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte, besaß dieser nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. 47 Prozent der bekannten Tatverdächtigen waren Deutsche. In zwei Prozent der Fälle blieb die Staatsangehörigkeit unbekannt.
Unter den insgesamt 459 ausländischen Tatverdächtigen stellte Syrien mit 57 Personen die häufigste Staatsangehörigkeit, gefolgt von der Ukraine mit 39 und Afghanistan mit 33 Tatverdächtigen. Da die deutschen Tatverdächtigen nicht danach aufgeschlüsselt sind, ob sie einen Migrationshintergrund haben oder nicht, dürfte der Anteil von Personen mit ausländischem Hintergrund insgesamt noch höher liegen.
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