Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat seine Forderung nach strengeren Regeln für die Nutzung sozialer Medien durch Minderjährige erneut bekräftigt. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland warnte er vor weitreichenden gesellschaftlichen Folgen, falls die Politik nicht bald handele.
„Wenn wir so weitermachen wie bisher, ohne einzugreifen, führt das unsere Gesellschaft in den Abgrund“, sagte Günther. Dass bislang keine konsequenten Maßnahmen ergriffen worden seien, bezeichnete er als „schwere Sünde“. Nach seiner Einschätzung habe die jüngere Generation bereits „erhebliche Schäden“ erlitten.
Der CDU-Politiker verweist insbesondere auf Mechanismen sozialer Netzwerke, die eine starke Bindung oder sogar Suchtverhalten auslösen könnten. Diese Wirkung betreffe nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene, eine Erfahrung, die er nach eigenen Angaben selbst gemacht habe. Zudem sieht er auf vielen Plattformen problematische Inhalte wie Gewalt, Stigmatisierungen oder unrealistische Schönheitsideale.
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