Der Rat der Europäischen Union hat einen Entwurfstext dazu vorgelegt, wie Geschlechtergerechtigkeit (Gender Equality) im digitalen Zeitalter vorangetrieben werden könne. Federführend wurde der Text von der polnischen Gleichstellungsministerin Katarzyna Kotula vorangetrieben, da Polen derzeit den Vorsitz im Europäischen Rat inne. Besonderers im Fokus steht dabei die Künstliche Intelligenz. Auch bei der KI müsse der Kampf für Gender Equality eine gewichtige Rolle einnehmen, wie es in einer Pressemitteilung heißt, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.
Thematisiert wird in dem Entwurf unter anderem die „Diskriminierung, Voreingenommenheit und Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen in der digitalen Welt“. Online-Gewalt betreffe besonders Frauen in Machtpositionen und junge Frauen aus vermeintlich marginalisierten Gruppen. Politikerinnen und Journalistinnen seien stark betroffen, heißt es in dem Papier. KI-Systeme würden aufgrund ihrer „geschlechtsspezifischer Voreingenommenheit“ regelmäßig zu diskriminierenden Ergebnissen kommen.
So heißt es in dem 22-seitigen Entwurfstext, dass Geschlechterstereotype durch Künstliche Intelligenz verstärkt werden könnten, wenn die Künstliche Intelligenz mit Daten arbeitet, die auf Geschlechterstereotypen basieren würden. So könnten durch die KI Frauen beispielsweise vorrangig in Pflegerollen porträtiert werden oder Männer als produktiver dargestellt werden, befürchtet die EU-Behörde.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











