Kennen Sie Georg Restle? Muss man ihn kennen? Nein, natürlich nicht. Betrachtet man Restle, einen prominenten Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, nicht als Person, sondern als Symptom, wird es spannend.
Restle leitet mit dem Politik-Magazin „Monitor“ vom Westdeutschen Rundfunk ein Flaggschiff des linken Haltungsjournalismus. Dort ist die Welt aufgeräumt: Gut ist das Linke, böse der Rest. Nun hat Restle sich 30 Minuten lang der Ausländerkriminalität angenommen. Seine Dokumentation zeigt: Beim öffentlich-rechtlichen Belehrungsfunk zieht man alle Register. Dort wird Zuwanderung auch dann noch verteidigt, wenn ihre katastrophalen Folgen offen zutage liegen.
Restle würde entgegnen: Er vertrete Werte, keine Haltung. Wer ihm Haltungsjournalismus vorwerfe, so Restle wörtlich, finde oft lediglich, „dass ich die falsche Haltung habe. Das sind insbesondere Leute im rechtsextremen Spektrum.“ Oha! Da hat sich der Raum des Sagbaren wieder verengt, ohne dass ich es mitbekommen hätte. Haltungsjournalismus soll nicht als solcher bezeichnet werden – folgt man der Galionsfigur des Haltungsjournalismus.
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