Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen nach Berliner Stromanschlag

vor 6 Monaten

Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen nach Berliner Stromanschlag
Bildquelle: Apollo News

Nach dem Brandanschlag auf die Berliner Stromversorgung hat die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. „Die Bundesanwaltschaft hat heute die Ermittlungen zum Brandanschlag in Berlin-Lichterfelde vom 3. Januar 2026 übernommen. Es besteht u.a. der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe“, teilte die Behörde Apollo News mit. Zuvor hatte der Spiegel über die Übernahme der Ermittlungen durch Generalbundesanwalt Jens Rommel berichtet.

Bereits zuvor hatte die Behörde gegenüber Apollo News erklärt, dass das zuständige Referat für Linksextremismus eine Reihe mutmaßlich linksextremistisch motivierter Sabotage- und Anschlagstaten bearbeite – darunter mehrere Brandanschläge der sogenannten „Vulkangruppen“ auf Infrastruktureinrichtungen, beginnend mit der Inbrandsetzung einer Kabelbrücke am Berliner Bahnhof Ostkreuz im Mai 2011 bis hin zum Angriff auf die Stromversorgung des Tesla-Werks in Grünheide am 5. März 2024, bei dem unter anderem der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, verfassungsfeindlicher Sabotage und Brandstiftung geprüft wird.

Nach Angaben von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner sind weiterhin rund 25.500 Haushalte ohne Strom. Alle 74 Pflegeeinrichtungen im betroffenen Gebiet sind inzwischen wieder versorgt. Zudem sollen im Tagesverlauf sämtliche Supermärkte wieder öffnen, wodurch die Nahversorgung kurzfristig stabilisiert wird. Die Reparaturarbeiten am Netz liegen nach Angaben der Verantwortlichen im Zeitplan; bis Donnerstagnachmittag soll die vollständige Wiederversorgung erreicht sein.

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