Erst am vergangenen Freitag trat der RBB-Chefredakteur, David Biesinger, von seinem Posten beim öffentlich-rechtlichen Sender zurück. Er übernahm damit die Verantwortung für die Gelbhaar-Affäre, bei der der RBB über sich später als falsch herausgestellte Belästigungsvorwürfe gegen den grünen Bundestagsabgeordneten Stephan Gelbhaar berichtete, ohne seine Quelle dafür zu überprüfen.
Doch nun wird durch eine Recherche des Business Insider bekannt: Biesinger soll dem RBB in einer Top-Position erhalten bleiben. So soll er jetzt beim Sender den Posten des Hauptabteilungsleiters Programmressourcen bekommen. Dieser ist mit der Einteilung des Budgets beauftragt und trägt dadurch wichtige Verantwortlichkeiten. Biesinger erhält den Posten vorerst nur kommissarisch auf unbestimmte Zeit. Damit soll Biesinger Torsten Klein folgen, der das Amt ebenso nur kommissarisch ausfüllte. Die Stelle ist weiterhin ausgeschrieben.
Offenbar, so berichtet der Business Insider, ist es im Sender infolge des Rücktritts Biesingers zu Konflikten gekommen. So soll sich die Chefredaktion des öffentlich-rechtlichen RBB hinter ihn gestellt haben. Man erachte den Rücktritt als „nicht nötig“, soll es etwa in einem Schreiben heißen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











