Wohl kein anderes Tier hat die Menschen jahrhundertelang so fasziniert. Es wurde gemalt, modelliert, gezeichnet. Meister wie Albrecht Dürer, Tizian, Arnold Böcklin, René Magritte haben es in ihrer Kunst unsterblich gemacht – das Einhorn. „Es ist in keinem Zoo als lebendes Tier zu sehen, aber zugleich allgegenwärtig – in der Popkultur, als Werbung oder in den Kinderzimmern“, sagt Michael Philipp, Chefkurator des Museums Barberini zu Potsdam.
Mein gesunder Menschenverstand schnappt nach Luft (wenn er es könnte): Was ist bloß dran an diesem Tier, das nie gelebt hat, aber doch lebendiger scheint denn je?
Im Barberini-Museum in Potsdam habe ich nach Antworten gesucht – in einer großartigen Ausstellung, die das Fabelwesen Einhorn über Jahrtausende eindrucksvoll abbildet.
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