Die 1679 gegründete Traditionsbrauerei Eichbaum aus Mannheim hat Insolvenz beim Amtsgericht angemeldet. 300 Mitarbeiter der Mannheimer Brauerei müssen nun um ihren Job bangen. Wie die Bild berichtet, handelt es sich bei der Insolvenz um eine Insolvenz in Eigenverwaltung, wodurch die operative Kontrolle des Unternehmens weiterhin bei der Geschäftsführung bleibt. Nach Informationen des SWR stimmt der vorläufige Sachverwalter des Insolvenzverfahrens den Plänen der Geschäftsführung zu.
Betriebsratssprecher Gregor Dohr erklärte gegenüber der Bild, dass es strukturelle Probleme in der Brauerei gab. Um eine Insolvenz zunächst noch abzuwenden, hatte die Brauerei ihre wohl berühmteste Marke, das Malzbier Karamalz, an die Brauerei Veltins verkauft. Nach Einschätzung von Dohr kam der Deal, der erst vor wenigen Wochen zustande kam, aber zu spät. Ein Verkauf im Frühjahr, wo der bierkonsumstarke Sommer erst noch vor der Tür steht, wäre in seinen Augen sinnvoller gewesen.
Darüber hinaus sieht Dohr weitere Fehler, die in der Führung des Unternehmens bei dem Deal mit der Konkurrenz passierten. „Es wäre besser gewesen, wenn wir das Karamalz noch ein Jahr lang weiter bei uns hergestellt hätten. Jetzt fallen wir in die Unterauslastung bei gleichbleibenden Fixkosten. Deswegen geht es ohne Insolvenz nicht weiter“, erklärt der Betriebsratssprecher. Den Mitarbeitern wurde der Schritt der Brauerei in die Insolvenz am Dienstag während einer Betriebsversammlung mitgeteilt.
ANGST IN ANKARA: Gutes Gespräch mit Putin ‒ Was hat Trump auf NATO-Gipfel vor? | WELT LIVESTREAM











