Das Gastgewerbe in Deutschland ist im März 2026 real auf den niedrigsten Stand seit der Coronakrise gefallen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank der Umsatz kalender- und saisonbereinigt gegenüber Februar real um 2,2 Prozent, nominal um 1,3 Prozent. Gegenüber März 2025 lag das reale Minus sogar bei 5,2 Prozent. Nominal meldet die Statistik zwar ein Plus von 2,5 Prozent, doch gerade dieser Abstand zeigt die Lage: Auf den Rechnungen stehen höhere Beträge, in den Betrieben bleibt preisbereinigt weniger übrig.
Hotels und sonstige Beherbergungsbetriebe traf der Einbruch besonders stark. Ihr Umsatz sank im März gegenüber Februar real um 5,6 Prozent und nominal um 3,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag das reale Minus bei 4,2 Prozent. Auch die Gastronomie verlor im Jahresvergleich deutlich: Restaurants, Cafés und Kneipen setzten real 5,7 Prozent weniger um als im März 2025.
Damit ist die Branche wieder dort angekommen, wo sie nach den Corona-Eingriffen eigentlich nie wieder landen sollte. Nur diesmal braucht es keinen Lockdown. Hohe Energiepreise, steigende Personalkosten, teure Lebensmittel, Bürokratie und schwache Kaufkraft reichen aus, um die Gasträume leerer und die Kalkulationen enger zu machen.
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