Jetzt versiegeln die Niederlande ihre Gasquellen mit 500 Metern Zement – noch ist LNG aus dem Nahen Osten verfügbar

vor 4 Monaten

Jetzt versiegeln die Niederlande ihre Gasquellen mit 500 Metern Zement – noch ist LNG aus dem Nahen Osten verfügbar
Bildquelle: Apollo News

Während Deutschland trotz Robert Habecks Energiepartnerschaft nach wie vor nicht direkt mit verflüssigtem Erdgas (LNG) aus Katar beliefert wird, beziehen andere europäische Staaten einen erheblichen Teil ihrer Importe aus dem Emirat. Bei einer dauerhaften Blockade der Straße von Hormus könnte das für die Niederlande zum Problem werden: Die dortigen Speicher sind mit nur noch zehn Prozent Füllstand fast leer, und die Auffüllung für den kommenden Winter ist alles andere als gesichert.

Ausgerechnet in dieser Situation wollen die Niederländer ihren Ausstieg aus der Gasförderung in Groningen besiegeln – wegen der Erdbebengefahr, aber gegen den Willen vieler Anwohner. Die dortigen Gasvorkommen sind die größten in der EU und werden nun mit 500 Metern Zement für immer versiegelt, wenn es nach der sozialliberal geführten Regierung und Ministerpräsident Rob Jetten geht. Wie Deutschland will das Königreich die natürlichen Ressourcen auf seinem Territorium nicht mehr ausschöpfen.

Die Abhängigkeit von den USA und Katar als Lieferanten von LNG wird damit noch größer. Nicht einmal in einer echten Notsituation kann dann noch Gas entnommen werden. Doch auch beim Gasimport aus dem Nahen Osten gibt es nun ein gravierendes Problem. Seitdem die USA und Israel Militärschläge gegen die iranische Führung verübt und wesentliche Teile des Machtapparats der Islamischen Republik ausgeschaltet haben, ist das dortige Militär zu einer unberechenbaren Bedrohung geworden (mehr dazu hier).

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