Mit Stand vom Sonntag sind die deutschen Gasspeicher nur noch zu 46 Prozent gefüllt. Das ergibt sich aus Daten von Gas-Infrastruktur Europa, dem Verbund vieler europäischer Betreiber von Gasinfrastruktur. Demnach fiel der Speicherstand in der vergangenen Woche von 54,2 Prozent auf 46,4 Prozent. Damit wurden 7,8 Prozent der gesamten Speicherkapazität in einer Woche verbraucht.
Würde sich die „Ausspeicherung“, also Entnahme, in den nächsten Tagen und Wochen im selben Ausmaß fortsetzen, wären die Reserven schon in sechs Wochen vollständig aufgebraucht. Dann wäre noch nicht einmal der Monat Februar vorbei. Auch der Vergleich mit der Entwicklung im Vorjahr zeigt, wie knapp die Reserven in diesem Winter kalkuliert sind: Im letzten Jahr fiel der Speicherstand vom 10. Januar 2025 bis zum Tiefststand am 20. März 2025 um mehr als 44 Prozent.
Geht man also vom aktuellen Speicherstand von 46 Prozent aus, würden die Reserven selbst bei einem im weiteren Verlauf ähnlich milden Winter wie im vergangenen Jahr zu 99 Prozent aufgebraucht. Wird der Winter nur wenig härter, könnten die Speicher völlig leerlaufen. Dann drohen Abschaltungen in der Industrie, um die Wärmeversorgung privater Haushalte möglichst lange aufrechtzuerhalten.
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