Drei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen in den USA gerät die Kandidatin der Demokraten, Kamala Harris, unter Druck: Der österreichische Plagiatsjäger Stefan Weber wirft ihr vor, große Teile ihres Buches „Smart on Crime“ abgeschrieben zu haben.
Inzwischen haben Weber und seine Mitarbeiter nach eigener Auskunft 27 Plagiatsfragmente gezählt. Harris – oder ihre Ghostwriterin Joan O'C Hamilton, mit der sie das Buch „Smart on Crime“ („Intelligente Kriminalitätsbekämpfung“) 2009 schrieb – haben offenbar etliche typische „Bauernopferplagiate“ (nur ein Teil des gesamten übernommenen Textes wird zitiert) begangen.
Darunter ist auch eine Anekdote des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King, der 1981 von einer Demonstration erzählte, bei der ein kleines schwarzes Mädchen von einem Polizisten gefragt worden sei, was es wolle, und es habe „Freedom“ (Freiheit) geantwortet, aber falsch ausgesprochen: „Fee-dom“. Harris gibt diesen Vorfall als selbst erlebt aus, sie habe das ihrer Mutter auf die Frage „Was willst du?“ geantwortet: „Fweedom“.
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