Gerade erst vermeldet man stolz aus dem Konrad-Adenauer-Haus, dass erstmals seit 25 Jahren die Mitgliederzahlen der CDU nicht mehr sinken, schon möchte man diesen Erfolg mutwillig durch Koalitionsliebeleien mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wieder zerstören und riskiert eine Abwanderung jener Parteimitglieder und Wähler, die ihrer politischen Heimat über all die Jahre trotz allem die Treue gehalten haben.
Die Koalitionen mit den Grünen haben der CDU einiges an Programmatik und Wähler gekostet. Sich jetzt im Osten mit Kommunisten und Russlandromantikern ins Bett zu legen, könnte jedoch zum Prozentkiller bei der Bundestagswahl 2025 avancieren, wenn auch dem letzten CDU-Unterstützer klar wird, dass eine Stimme für die CDU im Zweifel eine Stimme für links-grüne Bündnisse wird und damit verschenkt ist für jene, die endlich einen Politikwechsel wollen.
BSW-Landesvorsitzende Katja Wolf zusammen mit der Namensgeberin ihrer Partei
„Warum bist du aus diesem Laden nicht längst ausgetreten?“, ist die häufigste Frage, die ich als CDU-Mitglied in den vergangenen Jahren gestellt bekommen habe, wenn die Sprache auf meine Immer-noch-und-trotz-allem-CDU-Mitgliedschaft kam. Ich antwortete stets, dass man eine Partei auf zwei Wegen strafen könne: Indem man geht – oder indem man bleibt. Ich habe mich für letztere Variante entschieden, weil ich gar nicht einsehe, meine politische Heimat jenen progressiven links-mitte-Karrieristen zu überlassen, die mit ihrem „Wir sind jetzt moderne Großstadtpartei“-Kurs über Jahre zuverlässig eine Wahl nach der anderen in den Sand setzten, bis dann letzten Endes auch das Kanzleramt verloren ging.
Ich wollte diese Partei, die spätestens seit der fatalen Grenzöffnung unter Angela Merkel auf einem linken Weg falsch abgebogen war, nicht jenen überlassen, die eine klassisch-konservative CDU-Position nach der anderen bereit waren aufzugeben, nur um sich an der Macht zu halten. Einmal nur hatte ich angekündigt, die Partei zu verlassen, es wäre mein „Point of no return“ gewesen, hätte man den Eisblock von der Leyen zur neuen Parteivorsitzenden gewählt. Stattdessen ist sie nun in die EU befördert und man weiß nicht recht, wo der Schaden größer gewesen wäre, an der Spitze der CDU oder an der Spitze der EU?
Am Donnerstag wurde Ursula von der Leyen für eine zweite Amtszeit bestätigt.
„Aber wir regieren mit diesem Kurs“ war viele Jahre in jeder hitzigen Debatte über den Linksrutsch der CDU das finale Totschlagargument, um jene zum Schweigen zu bringen, die im Namen der Stammwähler der CDU daran erinnerten, dass man früher Prinzipien und Überzeugungen hatte oder wenigstens überhaupt eine eigene Position, die sich von allen anderen politischen Mitstreitern unterschied und die nicht verhandelbar waren: Innere Sicherheit, Recht und Ordnung, soziale Marktwirtschaft, Westbindung, klare Abgrenzung von Extremisten links und rechts, Eigenverantwortung statt überbordendem Sozialstaat, Wissenschaft statt Ideologie, Fortschritt, Wachstum und Wohlstand für alle.
Merz warnte seine Partei vor Bündnissen mit der Partei von Sahra Wagenknecht.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











