Über 40 Prozent der Prüflinge fallen in der theoretischen Fahrprüfung durch. Sind die Anforderungen zu hoch? Wohl kaum. Schließlich geht es im Straßenverkehr um das Leben des Fahrers und das Leben anderer Verkehrsteilnehmer.
Doch warum scheitern so viele an den Führerscheinprüfungen? Im Schulsystem scheint sich kein derart flächendeckendes Lernversagen abzubilden: Lediglich knapp über 2 Prozent der Schüler bleiben sitzen und müssen die Klassenstufe wiederholen.
Doch aus dieser niedrigen Quote abzuleiten, dass es rund läuft in Sachen Schulbildung, wäre ein Fehlschluss. Tatsächlich beruhen die Daten zu Führerscheinanwärtern indirekt sehr wohl auf Bildungsversagen, das sich auch in der Schule zeigt, dort aber ignoriert wird.
Denn Schulpädagogik und Schulpolitik wollen populistisch und schier planwirtschaftlich den unbedingten Erfolg. Dafür werden die Ansprüche heruntergefahren und die Bewertungsmaßstäbe liberalisiert. Folge: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wiederholten 2,3 Prozent aller Schüler an allgemeinbildenden Schulen 2022/2023 eine Klasse. Im Corona-Schuljahr 2020/2021 waren es gar nur 1,4 Prozent. In den drei Schuljahren davor hatte sich die Quote zwischen 2,3 und 2,4 Prozent bewegt.
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