Die Zahl der Migranten, die versuchen, auf irregulärem Weg in die Europäische Union zu gelangen, ist im Jahr 2024 deutlich gesunken. Laut dem Jahresbericht der EU-Grenzschutzbehörde Frontex wurden knapp 240.000 Versuche registriert – ein Rückgang um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der niedrigste Stand seit 2021. „Die EU und ihre Partner waren erfolgreich in der Bekämpfung von Schleusernetzwerken“, erklärte Frontex-Chef Hans Leijtens gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Dies liege besonders an Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Staaten, insbesondere Tunesien. Ein im Juli 2023 geschlossenes Abkommen zwischen der EU und Tunesien sieht 105 Millionen Euro für den Grenzschutz vor, darunter Unterstützung für die tunesische Küstenwache und die Abschiebung von Migranten.
Besonders deutlich zeigte sich der Rückgang auf der Westbalkanroute, die 2024 von knapp 21.520 Flüchtlingen genutzt wurde – ein Minus von 78 Prozent. Laut Frontex ist dies vor allem der verschärften Visapolitik in der Region geschuldet. Auch auf der zentralen Mittelmeerroute, die von Libyen und Tunesien nach Sizilien und Malta führt, gingen die Zahlen mit 66.766 registrierten Versuchen um 59 Prozent zurück.
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