Am 6. Mai soll der Bundestag Friedrich Merz zum Kanzler wählen. Sofern der CDU-Vorsitzende bis dahin auftaucht. Momentan macht Merz vor allem eins: sich rar. Seltsam ist das für einen Mann, der die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt regieren will.
Friedrich Merz glänzt im Augenblick durch Abwesenheit.
Sogar die Gelegenheit, sich am Samstag bei der Beerdigung des Papstes mit den Mächtigen auszutauschen, lässt Merz verstreichen. Die Zurückhaltung fügt sich ins trübe Bild: Da will einer Kanzler werden, der gehemmt wirkt – ratlos und freudlos zugleich. Nichts aber braucht Deutschland weniger als einen Schmerzensmann, der über die eigenen Füße stolpert, weil ihm der Kompass abhandenkam.
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