Womöglich wird man irgendwann auf die letzten Tage dieses Aprils zurückblicken und sie als historisch betrachten: Bei gleich zwei renommierten Umfrageinstituten, Forsa und Insa, erreichte die AfD jüngst Spitzenwerte. Bei Insa 25 Prozent der Stimmen und damit genau so viele wie die Union, bei Forsa sogar 26 Prozent und Platz 1 – noch vor CDU/CSU.
Die Umfragen zeigen dabei eindeutig: Die Mehrheit goutiert den Kurs des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz nicht. Während er bei der Wahl noch 28,6 Prozent der Stimmen holen konnte, verlor er in der Zeit danach Prozentpunkt für Prozentpunkt. Sowohl die Aufnahme von Mega-Schulden mit alten Bundestagsmehrheiten als auch der Koalitionsvertrag mit der SPD dürften dabei nicht auf Merz’ Glaubwürdigkeitskonto eingezahlt haben, sondern seine Position geschwächt haben. Mit dem Abstieg der Union konnte sich die AfD zunehmend als starke Kraft etablieren.
Doch die Umfragen zur Wahlpräferenz erzählen dabei nicht die ganze Wahrheit. Deutlich schwerer wiegt ein Blick in die Datensätze, der offenbart, wie groß das Problem der Union ist. Die Erhebungen zeigen: Nicht nur steht die Zukunft der Union als Ganzes auf dem Spiel, sondern auch der gesamte Politikstil „der Mitte“.
NIUS fasst die wichtigsten Daten-Erkenntnisse zusammen.
Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa hält es mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) für wahrscheinlich, dass die AfD bei der nächsten Bundestagswahl die meisten Stimmen erhält. Nur 27 Prozent glauben nicht daran.
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