Weit weg vom Volk: Wie Friedrich Merz sich in die Außenpolitik flüchtet

vor etwa 1 Jahr

Weit weg vom Volk: Wie Friedrich Merz sich in die Außenpolitik flüchtet
Bildquelle: NiUS

Es sind bemerkenswerte erste Wochen der Kanzlerschaft von Friedrich Merz: Während die innere Sicherheit durch Vorfälle wie in Bielefeld oder Berlin-Spandau erschüttert wird, weigert der Kanzler sich, diese Delikte zu adressieren. Stattdessen firmiert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) als neuer Grenzzar. Und Merz? Der begibt sich auf die große Bühne, bricht zu Reisen in Europa auf, will Außenpolitik zur Chefsache machen. Das Problem: So recht Tritt gefasst hat Merz in diesem Metier noch nicht.

Es begann gleich nach Amtsantritt, als Merz in Warschau erklärte, er habe mit seinem Innenminister telefoniert, um Zurückweisungen an der deutsch-polnischen Grenze zu verhindern. Im Bundesinnenministerium wusste man allerdings nichts von einem Telefonat. Außerdem zeigte sich Polens Regierungschef Donald Tusk alles andere als besänftigt und forderte Merz auf, lieber an der polnischen Ost-Grenze bei der Sicherung gegen illegale Einwanderer zu helfen.

Merz versicherte in Warschau, er habe mit seinem Innenminister telefoniert, um Zurückweisungen an der deutsch-polnischen Grenze zu verhindern. Das stimmte aber nicht.

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