Freispruch nach zweifelhaftem Einsatz gegen Rauschgiftkriminalität: Polizist jubelte Drogendealer Marihuana unter

vor 6 Monaten

Freispruch nach zweifelhaftem Einsatz gegen Rauschgiftkriminalität: Polizist jubelte Drogendealer Marihuana unter
Bildquelle: NiUS

Die folgende Geschichte liefert Stoff für eine amerikanische Polizeiserie, ist jedoch genau so mitten in Deutschland passiert. Ein junger Polizist wollte einen Einsatz gegen Drogendealer so sehr „optimieren“, dass er dem Verdächtigen kurzerhand selbst Marihuana unterjubeln wollte – da trotz gründlicher Durchsuchung rein gar nichts gefunden worden war. Kollegen stoppten den skurrilen Plan, der Dealer blieb straffrei, der Beamte stand schließlich selbst vor Gericht. Wie konnte ein Anti-Drogen-Einsatz so spektakulär nach hinten losgehen?

Im März 2024 leitete ein 27-jähriger Polizist in Mannheim einen Einsatz gegen Rauschgiftkriminalität. Beamte beobachteten an einem bekannten Drogenumschlagsplatz einen mutmaßlichen Deal: Ein Mann übergab einem anderen einen 10-Euro-Schein und erhielt im Gegenzug etwas, das die Polizisten für Betäubungsmittel hielten. Bei der anschließenden Kontrolle und gründlichen Durchsuchung des verdächtigen Dealers – bis auf die Unterhose – fanden die Einsatzkräfte jedoch keine Drogen, sondern nur ein Handy, Pfefferspray, Schlüssel und 1.130 Euro in typischer Dealer-Stückelung. Der einschlägig vorbestrafte Mann verstieß zudem gegen Bewährungsauflagen, weshalb ein Haftbefehl vorlag und er in Gewahrsam genommen wurde.

Beschlagnahmung von Cannabis durch den französischen Zoll. Sichergestellt wurden Cannabisblätter und -blüten. (Symbolbild)

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