Am 27. Januar beschlossen die EU und Indien ein Freihandelsabkommen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach davon, dass Geschichte geschrieben werde, das indische Industrieministerium nannte das Abkommen die „Mutter aller Abkommen“. Während die europäische Seite vor allem den erwarteten wirtschaftlichen Effekt betont, richten sich in Indien die Blicke auch auf erleichterte Konditionen für einen – offiziell temporären – Umzug nach Deutschland.
„Das Freihandelsabkommen schafft einen gesicherten Rahmen für die vorübergehende Einreise und den befristeten Aufenthalt von Fachkräften, darunter Geschäftsreisende, konzernintern entsandte Beschäftigte, vertraglich gebundene Dienstleistungserbringer und selbstständige Fachkräfte“, schreibt das indische Ministerium für Handel und Industrie in einer Pressemitteilung. Damit könnten sich bundesdeutsche Bürger auf eine „Welle von Fachkräften“ aus der „größten Demokratie der Welt“ (Zitat von der Leyen) einstellen.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sorgt für neue Arbeitsmigration aus Indien. Bei seiner Indien-Reise im Januar unterzeichnete er eine Absichtserklärung, indische Pflegekräfte anzuwerben. Durch die Erklärung würden „langwierige und bürokratische Anerkennungsverfahren in Zukunft vermieden“, so Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU).
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