Der Fall Collien Fernandes und sein erneutes Hochkochen in der Öffentlichkeit kommen wie bestellt, könnte man meinen. In der mehrere Jahre andauernden Affäre rund um zu ihrem Schaden erstellte pornografische KI-Deepfakes mit ihrem Gesicht hatte die Schauspielerin in den vergangenen Tagen verstärkt die Öffentlichkeit gesucht – flankiert von einer ausführlichen Spiegel-Recherche zu ihrem Fall.
Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor, die entsprechenden Fakes verbreitet zu haben. Die Schauspielerin demonstriert jetzt auch Sendungsbewusstsein: Am Wochenende fand eine Demonstration in Berlin statt. Die Demo verknüpfte den Fall mit politischen Forderungen, wie es auch Fernandes tut – vor allem mit der Forderung nach mehr staatlicher Kontrolle im Internet.
Für Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kommt das sehr gelegen – die SPD-Politikerin greift den Fall Fernandes offensiv in ihrer politischen Kommunikation auf. „Aktuell wird sehr viel über digitale Gewalt gesprochen, digitale Gewalt gegen Frauen, lässt sich Hubig über ihr Ministerium zitieren. „Das ist gut, dass wir darüber diskutieren.“
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