Frauen werden ausgepeitscht – trotzdem erhält Indonesien Millionen aus Berlin

vor 13 Tagen

Frauen werden ausgepeitscht – trotzdem erhält Indonesien Millionen aus Berlin
Bildquelle: Tichys Einblick

Weltweit wird auf Social-Media-Plattformen über die aktuellen Auspeitschungen in Aceh (Indonesien) diskutiert, tausende X-User sind erschüttert: Elf Männer und Frauen wurden vor einer versammelten Menschenmenge mit Stockhieben verletzt und gedemütigt – darunter waren auch Verurteilte, die wegen geringer Vergehen im Zusammenhang mit „körperlicher Intimität“ zu je 22 Stockhieben bestraft worden sind. Zu ihren „Verbrechen“ zählen auch Küsse oder Umarmungen. Zwei „Täter“ erhielten sieben Hiebe, weil sie sich zu nahe gekommen sein sollen – dafür reicht ein Händchenhalten.

Seit 24 Jahren gilt in der indonesischen Provinz Aceh eine besondere Form des islamischen Scharia-Rechts, die Regelungen wurden 2015 nochmals verschärft. Aceh ist die einzige Provinz Indonesiens, in der das islamische Gesetz in dieser Form angewendet wird. Die strengen Vorschriften finden dort in weiten Teilen der Bevölkerung Unterstützung. Die Vereinten Nationen kritisieren die Scharia-Strafen bereits seit Jahren – Indonesien wurde wiederholt aufgefordert, die in Aceh praktizierten Körperstrafen abzuschaffen.

Trotz des Wissens über diesen grausamen Strafvollzug nach islamischen Recht fließt schon seit Jahren deutsches Steuergeld nach Indonesien (280 Millionen Einwohner): Laut den Daten von OECD und der Weltbank hat die deutsche Regierung seit dem Jahr 2015 mit mehr als 2,9 Milliarden Euro den muslimischen Staat unterstützt, darunter sind auch zinsgestützte Darlehen. Zuletzt gab es im September 2024 eine Zusage von Berlin für 356 Millionen Euro.

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