Flecken Zechlin mit rund 700 Einwohnern gilt als Inbegriff brandenburgischer Idylle: eingebettet zwischen Seen und Wäldern, einst Arbeitsort Theodor Fontanes und heute Anziehungspunkt für Erholungstouristen. Seit September 2025 dient das ehemalige DDR-Hotel „Seeblick“ in Flecken Zechlin jedoch als Übergangswohnheim für Asylbewerber und Flüchtlinge. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin quartiert dort gezielt kriegstraumatisierte und behinderte Flüchtlinge ein – offiziell bis zu 150 Personen. Nun hat sich die befürchtete Tragödie ereignet: Anwohner fanden einen toten Flüchtling im Wald, der Ort zeigt sich verunsichert.
Wie NIUS von Anwohnern erfuhr und wie die Märkische Allgemeine berichtet, entdeckte eine Spaziergängerin am 1. Mai im Waldstück unweit des Heims eine männliche Leiche. Die Person sei bereits stark verwest gewesen. Die Polizei teilte daraufhin mit, es könnte sich um den seit dem 2. Januar vermissten Ukrainer Maksym handeln, einen ehemaligen Soldaten, der im Heim untergebracht war. Seine Mutter hatte eine Vermisstenanzeige erstattet. Eine oberflächliche Suche sei erfolgt, mehr aber nicht, so die Märkische Allgemeine.
Dabei sollen ukrainische Mitbewohner einem Nachbarn, der etwas Russisch spricht, schon früh erzählt haben: Der Mann liege im Wald. Er habe nicht mehr gesprochen, nicht gegessen, nicht getrunken. Eine intensive Suche mit Spürhunden hätte ihn wahrscheinlich binnen Stunden gefunden – nur 500 Meter vom Heim entfernt, so Einheimische. Dazu ist es aber nie gekommen. Am Mittwoch konnte die Identität des verwesten Körpers aus dem Waldstück bestätigt werden: Es handelt sich tatsächlich um Maksym, haben eine Obduktion und ein DNA-Test ergeben. Zur Todesursache des 26-Jährigen konnte der Sprecher am Mittwoch noch nichts sagen. Der ehemalige Soldat sei aber aufgrund seines Kriegseinsatzes psychisch erkrankt gewesen und habe zurückgezogen gelebt. Im Heim hat bereits eine Andacht für den Verstorbenen stattgefunden.
PUTINS KRIEG: Heftige Angriffe vor Nato-Gipfel! Russland feuert massiv auf Ukraine I WELT LIVESTREAM











