Am Mittwochabend wurde nach tagelangen Vorbereitungen eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen beschlossen. Die Reaktionen darauf fallen weltweit überschwänglich aus – denn neben der sechswöchigen Waffenruhe soll Israel im Gegenzug für die Freilassung einer Geisel oder Soldatin 30 beziehungsweise 50 palästinensische Gefangene auf freien Fuß setzen (Apollo News berichtete).
In Berlin kam es nur kurz nach dem Beschluss zu ersten Kundgebungen: Am Hermannplatz in Neukölln kamen laut der Polizei etwa 150 Menschen zusammen, die Stimmung war ausgelassen und hatte „Jubelcharakter“, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Friedlich blieb es auf den Straßen jedoch nicht: Im Verlauf des Abends wurde die Demonstration aufgelöst und mehrere Personen festgenommen, nachdem verbotene Parolen skandiert worden waren.
Videos zeigen, wie die Teilnehmer ausgelassen die Waffenruhe siegesartig als Errungenschaft der Hamas feiern und dabei auch die verbotene Parole „From the River to the Sea“ (zu Deutsch: „Vom Fluss bis zum Meer“) in leicht abgewandelter Form riefen. Sie steht für die Forderung eines Palästinenser-Staates zwischen Mittelmeer und Jordan – und damit auch die Auslöschung Israels. Auch in anderen Städten wie Hamburg, Frankfurt, Leipzig, Hannover und Mainz kam es zu Kundgebungen pro-palästinensischer Demonstranten.
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