Am frühen Morgen war alles vorbereitet. Sicherheitskräfte hatten das Gelände rund um das ehemalige Kohlekraftwerk Moorburg weiträumig abgesperrt, selbst die Elbe wurde für den Schiffsverkehr gesperrt. Die Spannung unter den Anwesenden war spürbar – schließlich sollte ein weiterer markanter Abschnitt der Hamburger Industriegeschichte zu Staub zerfallen.
Pünktlich begann die geplante Sprengung: Im ersten Kesselhaus detonierten in schneller Folge zehn Ladungen. Das gewaltige Bauwerk sackte in sich zusammen, eine riesige Staubwolke stieg auf. Alles schien nach Plan zu laufen – bis der Blick sich auf das benachbarte zweite Kesselhaus richtete. Dort jedoch: Stille. Kein Krachen, kein Zusammenbruch. Die Hälfte der Operation war misslungen, berichtet der NDR.
Nun laufen die Untersuchungen, warum die zweite Sprengung nicht gezündet hat. Fachleute prüfen mögliche technische Defekte oder Zusammenhänge mit der Erschütterung durch die erste Detonation. Die Lage bleibt angespannt, denn das Gebäude enthält bereits 600 Kilogramm verbauten Sprengstoff.
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