„Fehlgeleiteter Diskurs über Migration und Kriminalität“: Juraprofessorinnen fordern offene Debatte über Migranten-Gewalt

vor 2 Monaten

„Fehlgeleiteter Diskurs über Migration und Kriminalität“: Juraprofessorinnen fordern offene Debatte über Migranten-Gewalt
Bildquelle: Apollo News

Die Strafrechtsprofessorinnen Elisa Hoven und Frauke Rostalski haben in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) eine offenere Debatte über den Zusammenhang von Migration, Kriminalität und Gewalt gefordert. Unter der Überschrift „Wie wir über Migration und Gewalt sprechen sollten“ kritisieren die Rechtswissenschaftlerinnen einen „seit Jahren fehlgeleiteten Diskurs über Migration und Kriminalität“ in Deutschland.

Ausgangspunkt ihres kürzlich erschienenen Beitrags ist ein Fall aus Berlin-Neukölln. Dort sollen muslimische Jugendliche eine 16-Jährige vergewaltigt, die Tat gefilmt und das Mädchen anschließend erpresst haben. Später soll das Jugendamt trotz Hinweisen aus Sorge vor einer befürchteten „Marginalisierung der Tätergruppe“ nicht eingeschritten sein (Apollo News berichtete, mehr dazu auch hier). Aus Sicht von Rostalski und Hoven ist das Verhalten der Behörden kein bloßer Einzelfall, sondern Ausdruck eines durch ideologische Denkverbote geprägten gesellschaftlichen Umgangs mit dem Thema, bei dem Probleme aus Angst vor Stigmatisierung verdrängt würden.

Die beiden Strafrechtlerinnen schreiben, ernsthafte Debatten über Zuwanderung und Kriminalität würden in Deutschland häufig vorschnell als „rechts“ oder „rassistisch“ abgestempelt. Bereits der Hinweis auf eine höhere Kriminalitätsbelastung von Migranten gelte vielen als „gefährlich“. Statt Befunde sachlich einzuordnen, trete häufig deren „falsche Relativierung“ an die Stelle einer nüchternen, auf Statistiken und Daten gestützten Analyse.

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